kofomi#30 – 2026

Das Blaue vom Himmel
12. – 19. 9. 2026
Mittersill

Das Blaue vom Himmel – 30 Jahre Ortsbezug

SA 12. 9. 2026 / 19H / LICHTSPIELE MITTERSILL HINTERGASSE 1A

ERÖFFNUNG

BÜRO LUNAIRE FORIS

SA 12. 9. 2026 / 19H / LICHTSPIELE MITTERSILL HINTERGASSE 1A
SO 13. 9. 2026 10-12 UND 14-18H SCHACHERNHOF SPIELBICHL 1

PRÄSENTATION TEILNEHMER/INNEN

IGOR GROSS, GINA MATTIELLO, VERONIKA MAYER, PEGGY MILLEVILLE, WERNER RADITSCHNIG, ANNA SKLADANNAYA, LAURA SCHWENDINGER, SARA STEVANOVIĆ

SO 13. 9. 2026 10-12 UND 14-18H SCHACHERNHOF SPIELBICHL 1
MONTAG 14. 9. 2026 19H MUSIKUM MITTERSILL ZELLER STRASSE 14

CD-PRÄSENTATION UND LESUNG

SIGRID TRUMMER KLAVIER GINA MATTIELLO TEXTE WERKE VON KATHARINA KLEMENT, ELISABETH HARNIK, MARIA GSTÄTTNER, JUDITH UNTERPERTINGER, JULIA PURGINA

MONTAG 14. 9. 2026 19H MUSIKUM MITTERSILL ZELLER STRASSE 14
DI 15. 9. 2026 19H ST. ANNAKIRCHE MITTERSILL

KONZERT

GUNTER SCHNEIDER PLUS

DI 15. 9. 2026 19H ST. ANNAKIRCHE MITTERSILL
DI 15. 9. 2026 21H LICHTSPIELE MITTERSILL HINTERGASSE 1A

GEBLENDETER AUGENBLICK. ANTON WEBERNS TOD

EIN FILM VON GERT JONKE

DI 15. 9. 2026 21H LICHTSPIELE MITTERSILL HINTERGASSE 1A
MI 16. 9. 2026 15H FELBERBRÜCKE/ESSIGER

KONZERT

WERNER RADITSCHNIG PLUS

MI 16. 9. 2026 15H FELBERBRÜCKE/ESSIGER
DO 17. 9. 2026 11H BORG MITTERSILL/HALLE FÜR ALLE FELBERSTRASSE 3-5

WORKSHOPPRÄSENTATION

DIE SCHÜLER/INNEN DES BORG MITTERSILL, LEITUNG NATALIA PSCHENITSCHNIKOVA

DO 17. 9. 2026 11H BORG MITTERSILL/HALLE FÜR ALLE FELBERSTRASSE 3-5
DO 17. 9. 2026 19H FELBERTURM MUSEM MITTERSILL MUSEUMSTRASSE 2

KONZERT

GINA MATTIELLO PLUS

DO 17. 9. 2026 19H FELBERTURM MUSEM MITTERSILL MUSEUMSTRASSE 2
SA 19. 9. 2026 19H BORG MITTERSILL/HALLE FÜR ALLE FELBERSRASSE 3-5

SCHLUSSKONZERT

MIT DEN TEILNEHMENDEN

SA 19. 9. 2026 19H BORG MITTERSILL/HALLE FÜR ALLE FELBERSRASSE 3-5

Das Blaue vom Himmel – dreißig Jahre Ortsbezug

Das Idiom verspricht das Unmögliche und genau das tut Kunst. Das Blaue vom Himmel ist kein uneingelöstes Versprechen – es ist eine akustische Farbe, ein Spektrum, ein erreichter Zustand. Wenn Klang zu Farbe wird, wenn Innen und Außen verschmelzen, ist das Blaue vom Himmel präsent. kofomi hat dreißig Jahre lang das Blaue vom Himmel geholt: wo zeitgenössisches Schaffen entsteht, der Ort selbst zum künstlerischen Material wird, Verortung keine Einschränkung ist, sondern Quelle. Mittersill ist ein aufgeladener Ort: Anton Weberns Tod 1945, die Hohen Tauern, das Licht über dem Pinzgau. Dreißig Jahre bedeuten: dreißig September-Himmel über demselben Ort. Derselbe Himmel und doch jedes Mal ein anderes Blau, ein anderes Licht, eine andere Stille über den Tauern. Cézanne malte die Sainte-Victoire über achtzig Mal, nicht aus Wiederholung, sondern weil ihn der Ort nicht losließ: die Art, wie das Licht auf den Berg auftraf, wie derselbe Gipfel im Morgengrauen anders war als am Mittag, im Herbst anders als im Sommer. Derselbe Berg und doch jedes Mal ein anderer.

Dreißig ist ein Anfang.

Dreißig Mal das Versprechen, das die Gründer Wolfgang Seierl und Christian Heindl 1996 gegeben haben – ein lebendiges Denkmal zu schaffen, das nicht erstarrt, sondern sich mit jedem Jahr erneuert. Und dreißig Mal haben Künstler*innen, Komponist*innen, Wissenschaftler*innen dieses Versprechen eingelöst, befragt oder eigensinnig erweitert. Das Blaue vom Himmel ist auch die Farbe der Abwesenheit: das, was vom Himmel bleibt, wenn die Wolken sich gelichtet haben. Lotte Ingrisch, Markus Baranyai, Gert Jonke, Fritz Moßhammer, Dieter Kaufmann, Marianna Tscharkwiani, Karl Baumann – und Peter Ablinger, auf den sich der Titel Das Blaue vom Himmel bezieht.  Sie haben diesen mitgefärbt. Was sie hinterlassen haben, ist in den Ort eingeschrieben, in die dreißig Jahre Musikgeschichte, die das kofomi bezeugt und trägt. In memoriam muss nicht Stillstand heißen. Rückblick kann Vorausschau sein, denn wer lange genug ins Blau des Himmels schaut, beginnt zu sehen, was kommen könnte.

Gina Mattiello