kofomi#30-2026

Das Blaue vom Himmel – 30 Jahre Ortsbezug

12. bis 19. September 2026 Mittersill

Das Blaue vom Himmel – dreißig Jahre Ortsbezug


Das Idiom verspricht das Unmögliche und genau das tut Kunst. Das Blaue vom Himmel ist keinuneingelöstes Versprechen – es ist eine akustische Farbe, ein Spektrum, ein erreichter Zustand. WennKlang zu Farbe wird, wenn Innen und Außen verschmelzen, ist das Blaue vom Himmel präsent.kofomi hat dreißig Jahre lang das Blaue vom Himmel geholt: wo zeitgenössisches Schaffen entsteht, derOrt selbst zum künstlerischen Material wird, Verortung keine Einschränkung ist, sondern Quelle. Mittersillist ein aufgeladener Ort: Anton Weberns Tod 1945, die Hohen Tauern, das Licht über dem Pinzgau.Dreißig Jahre bedeuten: dreißig September-Himmel über demselben Ort. Derselbe Himmel und dochjedes Mal ein anderes Blau, ein anderes Licht, eine andere Stille über den Tauern. Cézanne malte dieSainte-Victoire über achtzig Mal, nicht aus Wiederholung, sondern weil ihn der Ort nicht losließ: die Art,wie das Licht auf den Berg auftraf, wie derselbe Gipfel im Morgengrauen anders war als am Mittag, imHerbst anders als im Sommer. Derselbe Berg und doch jedes Mal ein anderer.


Dreißig ist ein Anfang.


Dreißig Mal das Versprechen, das die Gründer Wolfgang Seierl und Christian Heindl 1996gegeben haben – ein lebendiges Denkmal zu schaffen, das nicht erstarrt, sondern sich mit jedem Jahrerneuert. Und dreißig Mal haben Künstler*innen, Komponist*innen, Wissenschaftler*innen diesesVersprechen eingelöst, befragt oder eigensinnig erweitert.Das Blaue vom Himmel ist auch die Farbe der Abwesenheit: das, was vom Himmel bleibt, wenn dieWolken sich gelichtet haben. Lotte Ingrisch, Markus Baranyai, Gert Jonke, Fritz Moßhammer, Dieter Kaufmann, MariannaTscharkwiani, Karl Baumann – und Peter Ablinger, auf den sich der Titel Das Blaue vom Himmel bezieht. Sie haben diesen mitgefärbt. Was sie hinterlassen haben, ist in den Ort eingeschrieben, in die dreißig JahreMusikgeschichte, die das kofomi bezeugt und trägt.In memoriam muss nicht Stillstand heißen. Rückblick kann Vorausschau sein, denn wer lange genug insBlau des Himmels schaut, beginnt zu sehen, was kommen könnte.

Gina Mattiello


Igor Gross

Gina Mattiello 

Veronika Mayer

Peggy Milleville

Werner Raditschnig

Gunter Schneider 

Laura Schwendinger

Anna Skladannaya

Sara Stevanović


büro lunaire foris (Eröffnungskonzert):

büro lunaire Konzept 

Gina Mattiello Stimme, Performance

Reinhold Schinwald Klangregie, Live-Elektronik

Yukiko Krenn Saxophon

Barbara Riccabona Violoncello

Márk Seres E-Gitarre

Igor Gross Schlagwerk

Jaime Wolfson Dirigat, Keyboard

Flora Miranda Kostüm


Natalia Pschenitschnikova (Workshop BORG)

Sigrid Trummer Klavier (CD-Präsentation APNOIA)